MENGEN/GÖGE/SCHEER Montag, 31. Januar 2011
 
     
     
 

Integration: „Das ist das richtige Signal"

 
     
 

Verkehrs- und Umweltministerin Tanja Gönner betrachtete Infrastruktur für Kleinkinder und Senioren in Scheer

 
 

Von Michael Jäger

 
     
  SCHEER - Zum Auftakt ihrer Reise durch den Landkreis Sigmaringen ist Baden-Württembergs Verkehrs- und Umweltministerin Tanja Gönner in Scheer zu Gast gewesen. Bei ihrer Stippvisite besuchte sie die Kinderkrippe des Kinderhauses „Sonnenschein" sowie das Pflegeheim St. Wunibald. „Beide Objekte wurden im vergangenen Jahr ihrer Bestimmung übergeben", so Bürgermeister Jürgen Wild. Der Wohnbereich des OWB - Wohnheims habe eine Vergrößerung erfahren, welche für die Bewohner eine Lebensqualitätssteigerung mit sich brachte.  
     
  Puzzle-Bausteine  
  Für die Verwaltung sei es ein vorrangiges Anliegen gewesen, dass „von den Jüngsten über die Menschen mit Handicap und den Pflegebedürftigen drei wichtige Bausteine im sozial­kommunalen Puzzle der Stadt Scheer eine neue nachhaltige Heimat gefunden haben", sagt Jürgen Wild.  
     
  „Vonseiten des Landespflegegesetzes war Scheer die letzte Kommune, die von diesem Förderprogramm profitieren konnte", betonte Tanja Gönner. Auch habe die Landesregierung die Innerortskernsanierung klar vor dem neu ausgewiesenen Bauland favorisiert und werde „die Sanierungskonzepte entsprechend bezuschussen", so Gönner in ihren Ausführungen.  
     
  So habe man vor Jahren die Pflegeheime außerorts angesiedelt, was heutzutage zum Glück nicht mehr der Fall sei. „Die Integration pflegebedürftiger Mitmenschen, wie hier bei Ihnen in Scheer mitten im Stadtkern", sei laut Tanja Gönner, „als richtiges Signal an die ältere Generation zu werten". Dem Sachverstand und Weitblick der Verwaltung sei es zu verdanken, dass diese drei Objekte Vorbildcharakter in der Region genießen.  
     
  Auch die anstehenden Sanierungsmaßnahmen, welche die Stadtverwaltung angedacht hat, müssten von den betroffenen Mitbürgern mitgetragen werden, denn gemeinsam können diese Objekte realisiert und zukunftsgerecht gestaltet werden, so die Ministerin. Der Blick nach vorne und neue Herausforderungen annehmen seien Segmente, welche die Kommunalpolitik so spannend werden lassen.  
     
     
   
     
 

Umweltministerin Tanja Gönner (rechts) lässt sich im Gespräch mit Bürgermeister Jürgen Wild und
Petra Trunk erklären, welche Infrastruktur Scheer für Kleinkinder und Senioren zu Verfügung stellt.
FOTO: MICHAEL JÄGER

 
     
  Ruinöser Wettbewerb  
  Weiter warnte die Ministerin im Hinblick auf Ausweisung von Wohn- und Gewerbebauland vor ruinösem Wettbewerb unter den Kommunen, um möglichst viele Zuwanderungen auf beiden Seiten verzeichnen zu können. Die Umsetzung des Landesorientierungsplanes für Kindertagesstätten zeige im Kinderhaus „Sonnenschein" deutlich die positiven Veränderungen. „Ohne Plan gibt es keine Struktur und ohne diese wird man keine konstruktive Arbeit verrichten können", sagte Sabine Stauß, Leiterin des Kinderhauses „Sonnenschein".  
     
  Ministerin testet das Essen  
  Ebenso bezeichnen die Pflegebedürftigen in St. Wunibald die Räumlichkeiten, Verpflegung und Betreuung als sehr positiv. Um die Verpflegung selbst zu testen, wurde der Gast zum Essen im Pflegeheim eingeladen. Hausmannskost, so Petra Trunk, Einrichtungsleiterin von St. Wunibald, und nach ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten frisch zubereitet, „servieren wir unserer Bewohnern täglich." Es ist angedacht, einen „offenen Mittagstisch" für jeden, der nicht gerne alleine isst, anzubieten. Die Qualität der Speisen sei erstklassig, so Gönner, nach dem Testessen und vor dem nächsten Termin.  
     
     
 
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