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Bericht der Schwäbischen Zeitung vom
21.11.01 |
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CDU-Montagskreis |
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Chancen nutzen, statt nur zu klagen |
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Mengen / Scheer - Heudorf (rum) -
"Wir
müssen von uns selber überzeugt sein,
sonst können wir andere nicht überzeugen‘ - Beim CDU-Montagskreis
warnte der Rottenburger OB Klaus Tappeser die oberschwäbischen
Bürgermeister vor Selbstmitleid. Beim CDU-Montagskreis zeigte der
studierte Diplompädagoge seine Kompetenzen zwischen Politik und
Psychologie. |
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Von unserem Redakteur
Rudi Multer |
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Schon die Art der Veranstaltung bewies eine Art von
Aufbruchstimmung in der Region: Die CDU - lnteressen - Gemeinschaft
mit den Ortsverbänden Herbertingen, Mengen, Hohentengen und Scheer
hatte erstmals eine attraktive Veranstaltung außerhalb der Mengener
Stadtgrenzen organisiert —und die Nachbar - Bürgermeister
Michael Schrenk, Christian Lange, Jürgen Wild und Franz Ott saßen bei
der begeleitenden Podiumsdiskussion zusammen. Als positives Zeichen
für eine weitere regionale Zusammenarbeit wertete das Moderator Dr.
Stützle, Vorsitzender des Scheerer Ortsverbandes.
Mit dieser Zusammensetzung des Podiums und
der regionalen CDU-Zusammenarbeit thematisierten die Veranstalter
sozusagen „ohne Worte" eines der wichtigen Themen des aus Bad Saulgau
stammenden Rottenburger OBs. Denn nur durch regionale Zusammenarbeit
könne man zukünftig bei der Ansiedlung von neuen Betrieben bestehen.
lnterkommunale Gewerbegebiete, von mehreren Gemeinden zusammen
ausgewiesen, lobt Tappeser. Bei alten Unterschieden zwischen
Rottenburg im Stuttgarter Speckgürtel und dem strukturschwächelnden
Oberschwaben referierte Klaus Tappeser Interessantes aus seiner
OB-Tätigkeit. Denn auch Rottenburg muss schauen, dass es zwischen den
Ballunqsräumen in unmittelbarer Nachbarschaft Eigenleben bewahrt. Mit
sanftem Tourismus im oberen Neckartal, mit einer
Stadtentwicklungsplanung und verschiedenen Anstrengungen für eine
„lebendige Gemeinde", denn enorm viele Rottenburger pendeln in die
umliegenden Ballungsräume aus. Und immer wieder der Dreh- und
Angelpunkt: Wie bekommen wir mehr Arbeitsplätze in die Region. Im
Bereich Dienstleistungen versucht es Tappeser oder bei den Zulieferern
für die Großbetriebe im Ballungsraum.
„Wir liegen zentral abseits", klagte Franz Ott
über die schlechte Verkehrsanbindung und eben eine ganz andere
Situation als im Ballungsraum, nämlich einem massiven Überangebot an
Gewerbeflächen. Vor allem die Bestandspflege, Betriebe so gut es geht
zu unterstützen, nannte Scheers Bürgermeister Wild als Schwerpunkt der
Gewerbeförderung in der Region. Und dennoch gibt es erste Ansätze
angesichts der Schwierigkeiten zusammenzurücken und Bürgermeister
Christian Lange sah die Bedeutung der interkommunalen Zusammenarbeit
in der Region durchaus, genauso wie sein Herbertinger Kollege Schrenk,
der bereits die Zusammenarbeit auf Museums-Ebene anführte.
Diplom-Pädagoge und Kollege aus Rottenburg
hatte im Prinzip ganz einfache Botschaft: Bloß keinen „Club von
Jammerern" abgeben, sondern vorhandenen Chancen nutzen,
bürgerschaftliches Engagement aktivieren und eine positive
Aufbruchstimmung erzeugen. Und da waren die Schlussworte auch schon
viel stärker von regionaler Zusammenarbeit und positivem Denken
geprägt. |
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