1225 verstarb Pfalzgraf Hugo I von Montfort

Er hatte 4 Söhne, die Pfalzgrafen Hugo II und Rudolf I. übernahmen das Erbe gemeinsam, zwei weitere Söhne waren in kirchlichen Diensten.
Rudolf I. und Hugo II. übernahmen zunächst gemeinsam die Herrschaft. Nach dem Aussterben der Montfortschen Stammverwandten erbten sie auch deren ursprüngliche Stammlande Feldkirch, Werdenberg, Sargans und die anderen Besitzungen in Rätien. Die Söhne Rudolfs I. und Hugos II. teilten die Herrschaft in eine Werdenberger und eine Neumontforter Linie.
Bei der Teilung erhielt Rudolf I. den väterlichen Erbteil und wurde Gründer der Tübinger Linie.  
 
     
     
  Das Gebiet um Scheer, Sigmaringen und Gammertingen blieb gemeinsamer Besitz.   
     
     
 

1225 stirbt Graf Hugo I. von Montfort
Die beiden Söhne Rudolf I. und Hugo II. übernehmen gemeinsam das Erbe,
ab 1258 erfolgt die Teilung.
Nach dem Tode seines Bruders Rudolfs I. von Montfort übernimmt Hugo II. von Montfort die gesamte Herrschaft.

Die Söhne Hugos II. von Montfort
Rudolf II., Ulrich I. und Hugo III.

verwalten nach dessen Tod zunächst gemeinsam das Erbe ihres Vaters

Die Söhne Graf Rudolfs I. von Montfort,
Hugo und Hartmann

begründen ein neues Geschlecht,
die Grafen von Werdenberg
Sie trennen ihr erhaltenes Erbteil, das südliche Vorarlberg, Lichtenstein und
das Sarganserland ab. 

   
  Wappen der Werdenberger am Schloss Werdenberg  
 
     
     
  1225 bis 1243 Graf Rudolf I. von Montfort, Herr zu Feldkirch, Bregenz, Tettnang, Sigmaringen und Scheer
Der Bruder von Graf Hugo II., Graf Rudolf I. von Montfort, der Stifter der Neumontforter Linie, wurde nach dem Tod des Vaters Pfalzgraf Hugo I. Herrscher im Gebiet von Scheer und nannte sich fortan „Herr zu Feldkirch, Bregenz, Tettnang, Sigmaringen und Scheer”.
 
     
     
 

Rudolf I. gründet das Kloster Bebenhausen bei Tübingen
Rudolf I. von Tübingen, gründete um 1183 das Kloster Bebenhausen.
In einer Urkunde Herzog Friedrichs von Schwaben aus dem Jahr 1187, die dem Kloster Bebenhausen Nutzungsrechte im Schönbuch verleiht, findet es seine erste schriftliche Erwähnung.

Rudolph wählte den Prämonstratenserorden zum Bezug Kloster Bebenhausens aus, dessen Regularien eine weltliche Familiengrablege der Pfalzgrafen erlaubt hätten. Doch schon vor 1191 verließen die Mönche Bebenhausen wieder. Im Jahr 1190 übernahmen die Zisterzienser das Kloster.

   
 

Kloster Bebenhausen bei Tübingen

 
 
     
     
  Rudolf I. heiratete Mechthild, die Gräfin von Gleiberg und Erbin von Gießen
Ihr erster Sohn Rudolf II. (1224–1247) erhielt nach des Vaters Tod die Herrschaft über Horb, Herrenberg und Tübingen.
 
     
     
  1243 verstarb Rudolf I.  
     
     
 

Spaltung der Linie in Montforter und Werdenberger 
Bruder Hugo II. regierte nach Rudolfs I. Tod nun alleine über die gesamte Herrschaft

Jedoch schon die zweite Generation kündigte die Spaltung der Familie an. Die Neffen Hugos II., also die Söhne Rudolfs I. begründen ein neues Geschlecht.

Die Söhne Rudolfs I. begründen ein neues Geschlecht - die Grafen von Werdenberg
Während Hugo II. sich als vehementer Anhänger der Staufer hervortat, begründeten die Söhne seines früh verstorbenen Bruders Rudolf I. als Grafen von Werdenberg ein neues Geschlecht, das teilweise in eine heftige Fehde mit den Grafen von Montfort eintrat.

   
 

Wappen der Pfalzgrafen von Tübingen

 
 
     
 
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  Rudolf III. "der Scheerer" begründet die Herrenberger Linie  
  Pfalzgraf Hugo II. erster Sohn, Rudolf I., heiratete Mechthild, die Gräfin von Gleiberg und Erbin von Gießen.
Ihr erster Sohn Rudolf II. (1224–1247) erhielt nach des Vaters Tod die Herrschaft über Horb, Herrenberg und Tübingen. Der zweite Sohn, Wilhelm, begründet die Asperg-Gießen-Böblinger Linie.
 
     
     
  Der Sohn Rudolfs II. begründete als Rudolf III., genannt der „Scheerer“ (nach Scheer an der Donau), die Herrenberger Linie  
     
     
 


Rudolf III. der Scheerer war der Stifter der Linie Herrenberg.
Auszug aus Dr. L. Schmid: Seite 175-191  1853
"Geschichte des Pfalzgrafen von Tübingen"

Rudolf III. führt, zum Unterschied von seinem gleichnamigen Vetter, häufig den Beinamen Scheerer, von der Stadt Scheer an der Donau, auch nennt er sich manchmal, namentlich auf seinen Siegeln "Sohn des Pfalzgrafen" - nämlich Rudolfs II. Wie Pfalzgraf Hugo IV. der Stammvater der Horber, so ist Rudolf der der Herrenberger Linie unseres Hauses, deren Glieder sich nach ihm Scheerer nannten.

Graf Rudolf tritt zum 1. Mal am 1. Juli 1251 als selbständiger Herr in Angelegenheiten seines Schwagers, des Grafen Ulrich von Wirtemberg auf. Dieser setzte nämlich, als er die Burg Wittlingen bei Urach vom Bischof Eberhard von Konstanz erkaufte, unseren Scheerer und dessen beide Vettern, den Grafen Rudolf von "Asperg" und dessen Bruder Ulrich, für den Fall seines Todes zu Bürgen.
Nach dem Tode seines Bruders, des Pfalzgrafen Hugo IV. (um das Jahr 1267), übernahm Rudolf die Vormundschaft der Söhne desselben, und wohl in Folge hiervon die Schirmvogtei des Klosters Blaubeuren; auch führte er nun nicht selten den Titel Pfalzgraf. Die genannte Vogtei legte er laut einer Urkunde vom 24. Dezember 1267 aber bald nieder. Die Schirmvogtei des Stiftes Sindelfingen ging von Rudolf II. auf seinen Sohn, unseren Scheerer, zu dessen Herrschaft der Ort Sindelfingen gehörte, über.

Von den Anteil, welchen unser Rudolf an den politischen Verhältnissen seiner Zeit genommen, wissen wir nicht viel. - Im Jahr 162 treffen wir ihn mit vielen anderen Großen und Herren Schwabens bei dem unglücklichen, erst 11 Jahre alten Konradin in Konstanz; er führt in einer dort ausgestellten Urkunde den Titel Pfalzgraf und steht an der Spitze der Grafen.

Nachdem Rudolf von Habsburg den deutschen Königsthron bestiegen, sehen wir unseren Scheerer mit seinen Stammesverwandten von der Horber und Asperger Linie auf der Seite desselben; er ist beim König im Januar 1276 in Nürnberg. - Sein Tod zu Wien, den 12. Mai 1277, weist darauf hin, dass er den Zug des Königs gegen Ottokar von Böhmen mitgemacht hat, und auch nach der Unterwerfung dieses mit anderen schwäbischen Herren bei Rudolf zu Wien geblieben ist. Dieser ignorierte indes bei Aufstellung von Reichsvögten zur Wahrung der Reichsinteressen die Grafen von Tübingen als Pfalzgrafen, denen somit das genannte Amt hätte zukommen sollen,  - was zum Teil in des Königs nahen verwandtschaftlichen Beziehungen zu dem Haus Hohenberg seinen Grund haben mag.

Rudolf der Scheerer hinterließ, nachdem ein Sohn Hugo im Jahr 1272 in der Jugend gestorben war, 2 Söhne, Eberhard und Rudolf, und 1 Tochter, welche an Graf Ulrich von Helfenstein verheiratet war.

Rudolf der Scheerer. starb nach genauer Aufzeichnung der Sindelfinger Chronik am 12. Mai 1277 zu Wien. Er fand, wie sein Großvater, seine Ruhestätte in dem von ihm so begünstigten Kloster Bebenhausen, an der Seite der vor ihm gestorbenen Gemahlin Adelheid. Den 28. Mai wurde sein Leichnam, der somit innerhalb dieser Zeit von Wien hergeführt wurde, dort beigesetzt.
 
 

 
     
     
  1257 stirbt auch Rudolf I. Bruder, Hugo II.
Nach dessen Tod im Jahre 1257 verwalten zuerst seine Söhne das Erbe gemeinsam.
 
     
     
 


1258 erfolgte die Erste Montforter Teilung
nach dem Tod Graf Hugos II. zerfiel das Haus Montfort in eine werdenbergische und montfortsche Linie.
Hugo I. und Hartmann I., die Söhne Rudolfs I. erhielten den südlichen Teil des montfortschen Besitzes.
 

Mit ihnen verzweigte sich  die Familie der Werdenberger in die Hauptlinien

  • Werdenberg-Heiligenberg

    und

  • Werdenberg-Sargans.
     

 
     
     
  1258 begründeten so die Söhne Rudolfs I. die Werdenberger Linie  
     
  Die Neffen Hugos II, Hugo und Hartmann, trennen 1258 ihr erhaltenes Erbteil, (südliches Vorarlberg, Lichtenstein, Sarganserland) ab und nennen sich fortan "vón Werdenberg". Sie begründern die Werdenberger Linie.  
     
     
  1260 wurde der Herrschaftsbereich des Grafen Rudolf I. von Montfort neu aufgeteilt  
     
  Graf Rudolf II. erhielt die Herrschaft Feldkirch, Graf Ulrich I. die Herrschaft Bregenz und Graf Hugo III. die Herrschaft Tettnang und Scheer.  
     
     
  "Comes de Schera" Graf Hugo von Montfort, Herr zu Scheere
Nachdem Graf Hugo von Montfort 1267 den Gesamtbesitz der Pfalzgrafen Hugo III. und Rudolf III. des „Scheerers“ übernommen hatte, nannte er sich ab 1267 „Comes de Schera“, und ab 1287 Graf Hugo von Montfort, Herr zu Scheere. Er gilt als erster sicher nachweisbarer Graf, der auf der alten Burg Scheer, dem späteren Schloss, saß.
 
     
 
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1258/1260 bzw. 1267/1270 erfolgte die Zweite Montforter Teilung
Diese Teilung erfolgte unter den Montforter Brüdern.

Die Söhne Hugos II. teilten den Montforter Herrschaftsbereich neu auf
Drei neue Grafschaften entstanden, nämlich Feldkirch, Bregenz und Tettnang.

 
     
 

Graf Rudolf II. erhielt die Herrschaft Montfort-Feldkirch

Montfort-Feldkircher Linie
(bis 1390)

Graf Ulrich I. erhielt die Herrschaft Montfort-Bregenz

Montfort-Bregenzer Linie
(bis 1338, beerbt von Montfort-Tettnang)

Graf Hugo III. erhielt die Herrschaft Montfort-Tettnang und Scheer

Montfort-Tettnanger Linie
(von dieser Linie gingen 1354 ein jüngere Linie Tettnang und eine jüngere Linie Bregenz aus)
 
     
  Die drei weiteren Brüder Friedrich II., Wilhelm I., Heinrich III. wurden kirchliche Würdenträger   
     
     
     
  Scheer fiel an die Tettnanger Linie des Grafen Hugo III.  
     
   
  Wappen verschiedener Linien der Pfalzgrafen von Tübingen aus der Züricher Wappenrolle um 1335/45   
     
     
  Hugo III. verkaufte 1287 die Herrschaft Scheer an der Donau an die Habsburger
Die Herrschaft Scheer war ihm zu entlegen. Mit dem Erlös erwarb der die Herrschaften Summerau und Liebenau. 
 
     
     
 
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