1347 breitet sich die Pest in Europa aus  
     
     
 
Die Pest
Im Jahre 1347/48 weitet sich die Pest aus und erreicht Oberschwaben
Am Berg nach Heudorf in der Stadt Scheer wurde ein Siechenhaus errichtet.
Das Gebiet heißt seit damals Siechensteigle.
 
     
     
  1348 gab es im Donautal im Januar/Februar ein schweres Erdbeben
Bei diesem Erdbeben, der Katastrophe vom 25. Jänner 1348, wurden fast alle Burgen des Donautals zerstört. Ob die Scheerer Burg in Mitleidenschaft gezogen wurde, ist nicht bekannt. Das Epizentrum dieses Bebens lag in Friaul in Oberitalien. In rund 200 Quellen ist dieses Beben dokumentiert. Die zeitgenössischen Dokumentationen beschreiben dieses Beben im Zusammenhang mit der Pest, die 1348 in Europa zu wüten begann. Es herrschte Endzeitstimmung.
 
     
     
  1350 starb Graf Wilhelm II.
Seine 4 Söhne hatten zunächst das Erbe gemeinsam inne. Nach dem Tod von Hugo und Ulrich kam es 1354 zur Teilung.
 
     
     
  1354 erhielt Graf Heinrich IV. von Montfort-Tettnang die Burg und die Stadt Scheer
Zudem bekam er die Burg und Herrschaft Rothenfels, Burg, Stadt und Herrschaft Tettnang, die Burgen Argen, Liebenau und Niedersummerau, die Vogtei des Klosters Langenau, den Diengau, die Kirchensätze zu Friedberg, Hohentengen und Herbertingen, die Hälfte der Steuer zu Mengen, die Burg Landau und Ertingen.
 
     
     
 

links:
Kunigunde von Montfort
Tochter Heinrichs IV.
verheiratet mit Ulrich Vogt von Mätsch

Clara von Montfort
Tochter Heinrichs IV
ab 1427 Äbtissin von Buchau

Kunigunde von Werdenberg
mit Wappen

rechts:
 drei Söhne des Grafen Heinrich IV. von Montfort-Tettang
 
 Rudolf VI. († 1425)
 Heinrich V. († 1396)
 Wilhelm V. († 1439)

 Ehemann von Kunigunde von Werdenberg
 
 

Glasfenster im Chor der
Kath. Pfarrkirche Unserer Lieben Frau Eriskirch

 
 
     
     
     
 

Inschrift:
domina kun(i)gund et domina clara de montfort religi(osa) d(omi)na kun(i)gunt de werden(berg); comes Rudolfus comes hug(o) comes wilhelm(us) et hainri(cus)
omnes isti sunt filiy hainri(ci)

 
     
 
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  1374 wütete die Pest erneut in der Gegend
Die Sterblichkeit war so groß, dass einzelne Ortschaften bis auf wenige Menschen ausstarben.
 
     
     
 


„Nicht die Verschiedenheit des Himmelsstriches, nicht der Süden oder die reine Luft des Nordens, nicht die Wärme noch Kälte des Klimas
vermag die entsetzliche Krankheit aufzuhalten.
Sie dringt in die Gebirge, wie in die Täler, in Binnenländer, wie zu Inseln, in Ebenen wie in hügeliges Gelände;
nicht Wald noch See noch Sumpf lässt sie verschont.
Sie folgt dem Menschen auf den Wellen des Ozeans, sie dringt in Dörfer, Lager und Städte.
Vergebens wird die Kälte des Winters herbei gesehnt;
die Seuche achtet nicht des Wechsels des Mondes und des Standes der Gestirne, nicht des feuchten Südwindes und des rauhen Nord.
In gleichem Maße sinken Männer und Frauen, Greise und Kinder dahin, am meisten aber dräut das Verderben hoffnungsvollen Müttern.
Bald Diesen, bald Jenen erfasst der Tod, und wenn es scheint, er wolle weichen, so erhebt er aufs Neue seine Wut;
er wellt bald hier bald dort und herrscht jetzt an entlegenen, dann wiederum an nahen Orten."
 

 
     
     
     
  Nebenlinie Trochtelfingen der Werdenberger
Sie erhielt 1399 von Württemberg pfandweise die Herrschaft Sigmaringen und die obere Grafschaft Veringen, zehn Jahre später auch die untere Grafschaft. Bis 1421 gelang der Erwerb der Herrschaft Jungnau, die das Gebiet an Donau und Lauchert abrundete, dafür wurde die Herrschaft Schmalegg 1413 an die Stadt Ravensburg verkauft.
1434 beerbten die gemeinsam regierenden Grafen Heinrich XII., Johann IV. und Eberhard IV., Urenkel von Eberhard I., die Linie Werdenberg-Heiligenberg.
 
     
     
  Die Stadt und die Burg Scheer werden 1405 von den beiden Söhnen des Grafen Heinrich IV., Graf Rudolf VI. und Graf Wilhelm V. von Montfort, übernommen.
1405 übergab Graf Heinrich IV. von Montfort die Stadt und die Burg Scheer an seine Söhne Graf Rudolf VI. und
Graf Wilhelm V. von Montfort.
Im Jahr 1408 rückte Graf Rudolf VI. gegen die Appenzeller vor, die mit der Bregenzer Linie des Hauses Montfort in Fehde lagen und damit drohten, über ganz Schwaben herzufallen. Durch das Eingreifen von Graf Rudolf, zogen sich die Appenzeller zurück.
 
     
     
  Am 15. Juni 1408 starb der Vater, Heinrich IV. von Montfort-Tettnang, die beiden noch lebenden Söhne Rudolf VI. und Wilhelm V. teilten das Erbe  
     
     
 
Die Brüder Graf Rudolf VI. und Graf Wilhelm V. von Montfort
 ließen sich zunächst von König Ruprecht ihre Reichspfandschaften bestätigen und teilten das Erbe.
 
 1408 erhielten
 Graf Rudolf VI. von Montfort die Pfandschaft Scheer und Diengau
 Graf Wilhelm V. von Montfort die übrigen Gebiete
König Ruprecht I.
 (* 5. Mai 1352 in Amberg; † 18. Mai 1410 Burg Landskron bei Oppenheim), aus der Dynastie der Wittelsbacher, war von 1400 bis 1410 römisch-deutscher König und als Ruprecht III. von der Pfalz von 1398 bis 1410 Kurfürst der Pfalz.
 
     
 
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  Seit 1182 bis 1779 herrschten die Grafen von Montfort mit verschiedenen Familien-Zweigen über weite Teile Oberschwabens und Vorarlbergs
Durch Misswirtschaft, pompösen Lebensstil und ungünstigem Erbrecht ruinierten sich die Montforter über die Jahrhunderte kontinuierlich selbst. Die Grafen von Montfort hinterließen zahlreiche Kunstschätze und Prachtbauten, nicht zuletzt das prächtige Neue Schloss in Tettnang, als Zeichen ihres Machtanspruches.
 
     
     
  Um 1410 war Graf Rudolf VI. hoch verschuldet und musste die Grafschaft Friedberg, sowie Burg und Stadt Scheer und den Diengau verpfänden
Schon im Jahre 1410  war Graf Rudolf VI. wegen seiner hohen Schulden genötigt, die Grafschaft Friedberg, Burg und Stadt Scheer und den Diengau (Göge) an den Ritter Wolf von Zillenhart  (Nordwürttemberg) zu verpfänden bis zum Jahre 1414.
 
     
     
  Die Freiherren von Reischach
Die Herrschaft von Burg und Stadt Scheer war noch an Heinrich von Reischach verpfändet.
 
     
 

Freiherren von Reischach
Die seit 1191 mit „Ulrich von Reischach“ bezeugten Freiherren von Reischach mit ihrer Stammburg Burrach beim Walder Ortsteil Reischach sind ein typisches kleinadeliges Geschlecht.

Das Kloster Wald verdrängte das bei Reischach auf der Burg Burrach residierende adlige Geschlecht der Reischacher. Das Kloster Wald brachte es schon im Jahr 1290 fertig, mit diesem Geschlecht einen Vertrag abzuschließen, in dem die Erwerbsinteressen des Klosters räumlich festgelegt wurden.

Das Geschlecht der Ritter von Reischach
ist im Umkreis der staufischen Ministerialenfamilie der Grafen von Pfullendorf 1191 in Urkunden vermerkt. Ulrich von Reischach war wohl ein Dienstmann das Grafen Rudolf von Pfullendorf, der wiederum in sehr enger Beziehung zu Kaiser Friedrich Barbarossa stand und diesem, nachdem Rudolfs einziger Sohn Berthold 1167 gefallen war, seine Herrschaft übereignete.Vielleicht trug der Tod des Pfullendorfer Dienstherrn 1180 zur Aufgabe der Reischacher Herrschaft bei.
Ihre Besitzungen vermachten sie im 13. Jahrhundert nach und nach dem Kloster in Wald.

 

Wappen der Herren von Reischach

 
 
     
     
 

1412 wurde Graf Rudolf VI. von Kaiser Sigismund zum Landvogt von Oberschwaben ernannt
Sigismund war ein Sohn Kaiser Karls IV. und Halbbruder Wenzels von Luxemburg

1414 verpfändete Graf Rudolf VI. die Burg und Stadt Scheer erneut an Ritter Heinrich von Reischach.
Dieser hatte schon einmal die Herrschaft inne.

Rodolf VI. verliert 1415 die Landvogtei über Oberschwaben
Daraufhin wurde ihm von den Österreichern die Landvogtei über Oberschwaben wieder entzogen.

1415 wurde der Truchsess Johannes II. von Waldburg zum Landvogt von Oberschwaben ernannt
Johannes der II. von Waldburg lebte
ca.1360 - 1424

Sigismund von Luxemburg
* 1368 Nürnberg; † 1437 Znaim in Mähren
Römisch-deutscher König seit 1410
Römisch-deutscher Kaiser von 1433 bis zu seinem Tode

 
     
     
 
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