1425 starb Graf Rudolf VI. von Montfort
Da er vermutlich ledig und ohne Nachkommen war, fiel der Besitz an seinen Bruder, Graf Wilhelm von Montfort.
 
     
  1433 vermählte sich Truchsess Eberhard I. v. Waldburg (ca. 1410 - 1479) mit Kunigunde von Montfort-Tettnang Kunigunde, die Tochter des Grafen Wilhelm von Montfort, heiratete im Sommer 1433 Truchsess Eberhard von Waldburg  
     
  Truchsess Eberhard I. erhielt von seinem Schwiegervater statt einer Mitgift das Recht, die Grafschaft Scheer von den Rittern von Reischach einzulösen
Truchsess Eberhard war schon seit 1429 im Besitz von Munderkingen, Schongau, Nußplingen, der Feste Kallenberg, Bussen und Wolfegg. Er erhielt von seinem Schwiegervater statt einer Mitgift das Recht, die Grafschaft Scheer mit allem Zubehör von den Rittern von Reischach einzulösen. Wann genau er das Pfand von den Reischachs löste, ist nicht bekannt.
1436 kaufte Truchsess Eberhard von Waldburg von Eberhard von Landau die Burg Landau, das Dorf Ertingen, ein Drittel des Gerichts zu Binzwangen und weitere Güter.
 
     
  1446 wurde Herzog Albrecht VI. aus dem Hause Habsburg Regent der Vorlande (Vorderösterreich)
Albrecht VI. genannt der Freigebige oder der Verschwender (* 18. Dezember 1418 in Wien; † 2. Dezember 1463 in Wien) war Herzog von Österreich aus dem Geschlecht der Habsburger
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Truchsess Eberhard verweigerte die Herausgabe der Pfandschaft
Erzherzog Albrecht VI. erhielt u. a. auch den Landesteil Schwaben zugesprochen.
Er kündigte dem Truchsessen Eberhard von Waldburg dessen Pfandschaften, vor allen die Grafschaft Friedberg-Scheer, obwohl Truchsess Eberhard im Krieg gegen die Schweizer auf der Seite Österreichs gestanden hatte. Herzog Albrecht beauftragte Berthold von Stein, den Ortsherren von Uttenweiler, dass dieser die Pfandsumme an Truchsess Eberhard entrichtet und dafür die Pfandschaft innehaben solle. Truchsess Eberhard verweigerte aber die Herausgabe der Pfandschaft, da ihm diese auf Lebenszeit verliehen wurde.
1447
Im April dieses Jahres ließ man den unparteischen Markgrafen von Baden über den Streit entscheiden, der am 24. April in Riedlingen war. Dieser entschied gegen den Truchsessen.

 

Herzog Albrecht VI. aus dem Hause Habsburg

 
     
 
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  1447-1452 waren die Ritter von Stein die Herren der Burg und der Stadt Scheer   
     
 
 

Die Ritter von Stein werden Herren von Scheer

Im Jahr 1382 verkaufen der Ortsherr Ulrich von Lochen und sein Sohn Lienhard ihr österreichisches Lehen Uttenweiler an die Brüder Burkhard und Berthold von Stein. Die von Stein waren nun bis 1693 Ortsherren von Uttenweiler unter österreichischer Hoheit.

Berthold von Stein zu Uttenweiler erhielt das Recht, hier Stock und Galgen zu setzen, sowie einen Jahr- und einen Wochenmarkt abzuhalten. Zu dieser Zeit war das kleine Gebiet um Uttenweiler eine unmittelbar dem Kaiser unterstellte Reichsritterschaft.

Schloss von Uttenweiler, ehemaliger Sitz der
Ortsherren von Stein 
 
 
 
     
  Vorderösterreich, früher die Vorlande
ist ein Begriff für die früheren Besitzungen der Habsburger westlich von Tirol und Bayern. Diese liegen heute vor allem in der Schweiz, im Elsass, im Territoire de Belfort, im südlichen Baden-Württemberg und in Bayerisch-Schwaben. 
 
     
     
 

Bis 1463 verwaltete Erzherzog Albrecht VI. (1418 - 1463) Vorderösterreich, dann erst Sigismund von Tirol

Zu Albrechts Geburt beherrschte sein Onkel Friedrich IV. mit der leeren Tasche (1383–1439) Oberösterreich, also Tirol und die Vorlande.

Man schreibt das Jahr 1463. Erzherzog Albrecht VI., Regent in den habsburgischen Vorlanden und Herr des "Landes ob der Enns", befindet sich mit Kaiser Friedrich III., seinem Bruder, in schweren kriegerischen Auseinandersetzungen um die österreichische Herrschaft. Am 2. November 1462 ist Albrecht in Wien eingezogen. Nun, dreizehn Monate später, stirbt er unerwartet im Alter von 45 Jahren auf dem Höhepunkt seines Machtstrebens.

 
  Erzherzog Albrecht VI. von Österreich 
 
 
     
 
 

1463 übernahm Herzog Sigismund von Tirol (1427-1496) die Regierung in den österreichischen Vorlanden.

Erzherzog Albrecht VI. war verstorben. Sigmund von Tirol gehörte der Leopoldinischen Linie der Habsburger an. Er war Sohn von Herzog Friedrich IV. 1439 - 1446 war er unter der Vormundschaft des späteren Kaisers Friedrich III., dann Regent von Tirol. Überaus begabt, führte er aber wie auch schon sein Vater Friedrich IV. "mit der leeren Tasche" ein zügelloses Leben.
Truchsess Eberhard sicherte Sigmund von Tirol die Pfandschaften der fünf Donaustädte und der Feste Bussen. 1451 kaufte Herzog Sigmund die Hälfte von Bregenz, dazu die Festung und die Herrschaft Hohenegg. Dazu lieh ihm Truchsess Eberhard 16 000 Gulden.

Erzherzog Sigismund "der Münzreiche" von Tirol

 
 
 
     
  1474 erwarb Erzherzog Sigismund von Tirol die Grafschaft Sonnenberg
Da er wegen seines ausschweifenden und zügellosen Lebensstils eine große Menge an Schulden anhäufte, verkaufte er 1469 Karl dem Kühnen (dem Herzog von Burgund) die Grafschaft Pfirt (das Erbe seiner Urgroßmutter), die Landgrafschaft Elsaß, den Breisgau und einige weitere Städte, behielt aber den Sundgau und für sich das Recht auf Rückkauf.
Dafür erwarb er 1474 mit der Grafschaft Sonnenberg, die er Eberhard I. von Waldburg-Sonnenberg abkaufte, weiteres Gebiet im späteren Vorarlberg. 
 
     
     
 
Vorderösterreich vom 13. Jahrhundert bis 1805
Schon der Name Vorderösterreich lässt erkennen, dass dieses Territorium nur Teil eines großen Landes war, nämlich Österreichs. Die Zentrale lag in Wien, zeitweise auch in Innsbruck.
Im Südosten des deutschen Reiches, und zwar in Österreich
und in Böhmen, hatten die Herren der österreichischen Länder ihre Besitzschwerpunkte. Ihre Heimat lag jedoch im Südwesten des Reiches.
Die Habsburg - etwa 20 km südlich von Waldshut im schweizerischen Aargau - gab der Herrscherfamilie ihren Namen. Ursprünglicher Kern der habsburgischen Länder im Südwesten waren die Stammgüter in der Nordschweiz, im Sundgau und im Oberelsaß. Dort, in Ensisheim, war bis 1651 der Sitz der Regierung. Dazu kam Schwäbisch-Österreich:

Schwäbisch-Österreich
Die sogenannten Donaustädte Mengen, Munderkingen, Riedlingen, Saulgau und Waldsee (erworben 1282-1331), die Markgrafschaft Burgau (1302/04), die Grafschaft Berg mit Ehingen und Schelklingen (1346), die Grafschaft Hohenberg mit Rottenburg (1381), die Landgrafschaft Nellenburg (1465) und die Landvogtei Schwaben (1386/1541), Vorarlberg (14. Jahrhundert), der Breisgau (1478) mit Freiburg (1368; seit 1651 Regierungssitz), die Landvogtei Ortenau (1551/56) und die Grafschaft Tettnang (1780).

 

Karte mit den verstreuten Gebieten Vorderösterreichs im
Südwesten Deutschlands vom 13. Jahrhundert bis 1805

 
 
     
     
 
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